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Der große FohlenKommandO-WM-2010-Angstgegner-Check, Teil 1

Heute: Kap Verde

In der Vorrunde muß die deutsche Mannschaft bei dieser WM nicht gegen eine afrikanische Mannschaft antreten und darf sich ob des losbedingten Zufalls tatsächlich mächtig glücklich schätzen. Die teilnehmenden Nationen der Afrika-Gruppe gefallen durch ihr flottes, temporeiches Kombinationsspiel und vor allen Dingen Ghana und Angola haben ihre bisherigen Gegner mit Sicherheit stärker gefordert, als diese und der unparteiische Zuschauer das haben annehmen dürfen. Togo und Tunesien haben ihre Stärke dabei allerdings noch unter Beweis zu stellen.

Der straffe Zeitplan und das strikte FIFA-Reglement verhindern das ausufernde Eingreifen weiterer afrikanischer Angstgegner. Das mag diejenigen Qualifikationsteilnehmer traurig stimmen, die den Verlauf der WM lediglich daheim am Bildschirm verfolgen können. Dort tröstet man sich in der Hoffnung auf das nächste Turnier in Südafrika 2010. Zu diesem illustren Kreis zählt auch die Auswahlmannschaft der Republik Kap Verde. Die 475.948 Einwohner können stolz auf den 122. Platz ihres Teams in der offiziellen FIFA-Wertung sein, lassen die wenigen Bewohner der zahlreichen Inseln vor der Westafrikanischen Küste doch immerhin weitaus größere, bevölkerungsreichere und politisch bedeutendere Nationen, wie z.B. Pakistan, Malaysia, Nicaragua oder die Philippinen, locker in ihrem Windschatten verhungern.

Der Kapverdische Fußballverband wurde 1982 gegründet, ist seit 1986 Mitglied der FIFA und hat noch nie an einer Weltmeisterschaft teilgenommen. Immerhin konnte im Jahr 2000 die Copa Amilcar Cabral gewonnen werden, ein seit 1979 jährlich ausgetragenes Turnier westafrikanischer Mannschaften, an dem z.B. auch der ehemalige WM-Teilnehmer und Weltmeisterbesieger Senegal teilnimmt; der 31.05.2002, Seoul, 0:1, wir erinnern uns. Es gibt also gar keinen Grund, einen potentiellen WM-Gegner 2010, Kap Verde, auf die leichte Schulter zu nehmen.

Diese Sorge teilt man scheinbar nicht an übergeordneter Stelle. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland sorgt sich zwar stellvertretend für gute Stimmung in Westafrika und läßt auch die Heimschläfer zu Gast bei Freunden sein, im Fall Kap Verde schwant uns dabei allerdings Ungemach. Zur Erklärung: Die deutsche Botschaft in Dakar bietet auf ihrer Homepage ein exklusives Fußballquiz zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland an. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Personen mit Wohnsitz im Senegal, Gambia, Guinea-Bissau und: Kap Verde! Bitte sehr, das ist nett. Das ist aber noch nicht alles. Als Gewinn winken, und jetzt geht die Party richtig los, ein T-Shirt und ein Fußball mit FIFA-Logo. Na, wenn das nicht mal für ausgelassene Stimmung sorgt.

Sollte sich also ein ausgemachter Cineast der Inselgruppe mit der richtigen Antwort bei der monatlichen Auslosung durchsetzen, dann heißt es aber «Gute Nacht», denn, ich zitiere die deutsche Botschaft: «Ihren Gewinn können Sie bei der Botschaft in Dakar (Senegal) oder in einem unserer Verbindungsbüros in Banjul (Gambia) oder Bissau (Guinea-Bissau) abholen.» Also, wer extra auf das Festland übersetzen muß, um sich seinen Gewinn, ein T-Shirt und einen FIFA-Logoball, in einer deutschen Botschaft abzuholen, der hat anschließend so viel Wut im Bauch, daß er die deutsche Nationalmannschaft bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit mit Pauken und Trompeten aus jeder Arena ballern wird. Arne Friedrich sollte sich wahrscheinlich wünschen, zu diesem Zeitpunkt nicht mehr dem Kader angehören zu müssen; oder dem Botschaftspersonal in Dakar bis spätestens zum 30.Juni 2006 ein ausreichend frankiertes Paket (Senegal-Kap Verde) zukommen lassen, rein prophylaktisch. Man weiß ja nie. Bisher besteht jedenfalls keine Reisewarnung!

Was? Das Angebot gilt nur für Deutsche im Ausland? Puh, Schwein gehabt.

Hier: Der große FohlenKommandO-WM-2010-Angstgegner-Check, Teil 2

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