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Zwei Jahre und noch gar nicht müde

Sehr verehrte Freunde des spochtverbundenen Vergnügens,

zu eben jenem pflegte Rolf Göttel uns Zuschauer mit seinem unverwechselbaren Duktus eine kleine Ewigkeit am Bökelberg einzuladen. Ach ja, die alten Zeiten. Rolf Göttel und der Bökelberg, Simons Klinker, Plankopie, Derby Star und der Nachtclub Harem, Freikarten in Block 36, Adoleszenz in der Nordkurve, die Dauerkarte in der Ostgerade, der feste Parkplatz in der Schongauerstraße, Fußweg durch den Bunten Garten inklusive ausgefeilter Analyse, ein schnelles Eis an der Minigolfbahn. Erinnerungen dieser Art klingen schon nach wenigen Jahren ein wenig unwirklich, fast unheimlich zu nennen. Die Geschichten hören sich an, als hätte man im Nachhinein eine Art Fußballbiographie für sich erfunden, von der man anderen erzählen oder sie zu Zwecken des Selbstgesprächs aus dem Gedächtnis kramen kann, so wie Senioren beispielsweise «vom Kriech» erzählen zu pflegen. «Kinder, wie die Zeit vergeht!» Ach ja, und wir sind alle auch schon wieder ein Jahr älter geworden.

Feierliche Anlässe sind mit regelmäßiger Zuverlässigkeit dafür verantwortlich, Erinnerungen solcher Art in uns heraufzubeschwören. Ein Geburtstag zum Beispiel. Klar, es gibt bestenfalls Geschenke, alle freuen sich mit oder für den Jubilar, Torte wird aufgefahren, eventuell eine kleine Party geschmissen, alles sehr nett. Aber man erinnert sich auch immer ein Stück weit wehmütig an Vergangenes, an verpasste Chancen und die mittlerweile verstaubten Triumphe. Das Wetter war früher übrigens auch besser! Darüber hinaus fördert das zunehmende Alter langsam aber stetig einige etwaige unangenehme körperliche Gebrechen zu Tage, alles wird ein wenig mühsamer und das Erinnerungsvermögen wird zunehmend schlechter. Was nicht in jedem Fall unbedingt als ein Nachteil gelten muß. Es ist und bleibt dann schlußendlich vor allem eine Frage der Betrachtungsweise. Benjamin Franklin verrät uns in seinem Almanach altersweise: «Many complain of their Memory, few of their Judgment.» Dem braucht nicht mehr viel hinzugefügt werden.

Ich weiß nicht, in welchem Verhältnis Blog-Jahre zu Menschenjahren stehen. (Mit 17 multiplizieren und dann durch die Quersumme teilen, oder so was in der Richtung?) Jedenfalls wird der Web-Auftritt des FohlenKommandO zwei Jahre alt. Kein exorbitant hohes Alter möchte man meinen, ganz im Gegenteil. Es fühlt sich zwar, wenn man seit Anbeginn dabei ist, auch schon wie eine kleine Ewigkeit an, objektiv betrachtet stehen wir aber voll im Saft. Immer noch juvenil und voller Tatendrang, den Kinderkrankheiten gerade so und relativ glimpflich entkommen, mithin gar momentan gänzlich frei von pathologischen Zipperlein. Gutes Erinnerungs- und gesundes Urteilsvermögen (Ja, wir würden Oliver Neuville jederzeit wieder in die Nationalmannschaft schreiben und es heißt im Übrigen noch immer Broich!) spazieren einträchtig Hand in Hand. Es gibt also keinen Grund zur Klage, eher einen zur Freude! Ein dreifaches: Vivat, vivat, vivat, FohlenKommandO, vivat!

So, wir beim FohlenKommandO werden jetzt gemeinsam ein bisschen Torte essen und dabei vielleicht auch ein wenig von früher erzählen. Man sollte das schließlich ausnutzen solange es noch einwandfrei funktioniert. Und dann aber schleunigst zurück an die Arbeit. Der nächste Tag vom Rest unseres FohlenKommandO-Lebens steht nämlich schon vor der Tür.

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