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Fazit am Saisonende

Ein paar Wahrheiten lassen sich schon jetzt festhalten, unabhängig davon, wie die Saison tatsächlich zu Ende geht:
  • Unabhängig davon, ob Borussia den Klassenerhalt schafft oder nicht: in der Saisonvorbereitung wurden eklatante Fehler gemacht. Jeder Trainer – und das gilt besonders für diejenigen, deren Mannschaften sich gerade für eine höhere Spielklasse qualifiziert haben – steht vor der entscheidenden Frage; der ureigensten Aufgabe eines Übungsleiters: können sich meine Spieler, die unangefochten durch die 2. Liga gesegelt sind, auch in der höhere Klasse behaupten. Diese Frage wird sich aller Wahrscheinlichkeit bald auch Jörn Andersen stellen müssen. Kann ein Spieler wie Aristide Bancé (Ihr Korrespondent ist ein großer Fan) auch gegen erstligareife Verteidiger den Ball so gut halten und scheinbar mühelos Kopfballtore erzielen? Luhukay und Ziege haben in vielen Fällen nicht die richtige Antwort gefunden. Spieler wie Heimeroth, Rösler, Voigt, Colautti oder Brouwers sind der ersten Liga nicht gewachsen. Neuzugänge wie Jaurés oder C-Bracker wohl auch nicht. Egal, ob Hans Meyer heute den Klassenerhalt feiern kann oder später: sein Verdienst ist es, in den verbleibenden Spielen der Hinserie beobachtet zu haben, und auf entscheidenen Mannschaftsteilen nachgebessert zu haben. Die Kölner unter Daum haben es richtig gemacht, und darum stecken sie nicht in dem Schlamassel. Letztendlich war es blauäugig vom Präsidium Borussias, die Aufstiegssaison zwei engagierten Grünschnäbeln zu überlassen.
  • Unabhängig davon, ob Wolfsburg Meister wird oder nicht: die Anziehungskraft eines Fußballunternehmens ohne langsam und unter Brüchen gewachsene Kultur ist und bleibt begrenzt. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Außer vielleicht: Fuck you!
  • Unabhängig davon, in welchem Wettbewerb Bayern nächstes Jahr spielen wird: man sollte nicht meinen, dass es im Profifußball Dinge gibt, die die Jungs nicht mehr trainieren müssten: Einwürfe. Danke an Jupp Heynckes für diese Erkenntnis. Und noch etwas: wenn eine Person des öffentlichen Fußballlebens, die Zeit ihres Trainerlebens in Deutschland für die Medien eine beliebte Zielscheibe war, und fast überall mit Schimpf und Schande aus der Stadt getrieben wurde, nun als Stellvertreter dafür herhalten muss, eine andere Person des öffentlichen Fußballlebens, die mit ihrem Selbstbewusstsein, ihrer Medienverweigerung und ihres Intellekts den Boulevard zur Weißglut treibt, zu diskreditieren, sind all die eklatanten Fehlgriffe und Mißerfolge ersterer Person vergessen. Sie wird zu einer unfehlbaren Institution. Aber auch hier gilt das gleiche wie für Borussia: für diesen Zirkus ist die Chefetage verantwortlich.
  • Unabhängig von allem: die öffentlich-rechtlichen Sportformate Sportschau und Aktuelles Sportstudio sind uns endgültig aus dem Ruder gelaufen. Vielleicht können die Verantwortlichen ja nichts dafür, aber warum um alles in der Welt wird von der ARD zur Entlassung Klinsmanns eine Sportschau Extra hinter die Tagesschau gehievt? Warum gibt es Müller-Hohenstein? Die Programmverantwortlichen frage ich: What the fuck!?

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