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Zahllos zahnlos

Sie wissen, verehrte Leserinnen und Leser dieses unscheinbaren Mauerblümchens von einem Blog, dass das FohlenKommandO eiserne Prinzipien wie Werbefreiheit oder Nicht-über-Murks-Schreiben hochhält. Andererseits gibt es Dinge auf der Welt, die nun mal wichtiger sind als die Befindlichkeiten einer Redaktion - die Volksgesundheit zum Beispiel. So haben wir entgegen unseren Grundsätzen mit nicht zu verhehlendem Erfolg vor zwei Jahren eine Kampagne gegen Fußpilz unterstützt und was ist draus geworden? Seitdem sind im deutschen Profifußball keine Fußpilzerkrankungen publik geworden. Ein solcher Erfolg ist für uns Ehre und Verpflichtung zugleich, so dass wir uns nun ans andere Körperende begeben möchten.

Es ist auf den ersten Blick vielleicht nicht nachvollziehbar, was Fußball mit Zähnen zu tun hat, außer dem offensichtlichen Versuch, sich der Bevölkerung anzubiedern. Das macht bekanntlich jeder Provinzpolitiker so. Achten Sie mal drauf, wie viele politische Reden im Hinblick auf die kommende EM wieder mit Fußballmetaphern geschmückt sein werden. Diesmal ist die Verbindung aber viel einfacher herzustellen. Dass die Zähne für Fußballspieler wichtig sind, hat nicht erst Christoph Daum erkannt („Wenn der Kopf funktioniert, ist das wie ein drittes Bein“, wobei unklar ist, ob Daum seine Zähne oder anderes Interieur seines Hauptes meinte). So linderten sich die Muskelprobleme bei Chelseas Florent Malouda erst, nachdem ihm ein Weisheitszahn entfernt wurde. Wussten Sie eigentlich, dass Helmut Zahn in der Achtzigern 86 Bundesligaspiele für Darmstadt und Karlsruhe gemacht hat (3 Tore)? Egal. Wer erinnert sich nicht an das Zahnwunder Ronaldinho oder an Marcelinho, der mehrmals einen Zahn beim Fußballspielen verlor? (Wenn wir ehrlich sind, wir nicht so richtig. Wir mussten das erst googlen.) Außerdem muss man schon mal "auf die Zähne beißen". Und schließlich hat nicht jeder so ein Glück wie Patrick Battiston, der die Rechnung für seine Jacketkronen an Toni Schumacher weiterreichen konnte. Jawohl, Zähne und Fußball, das passt.

Irgendein Hersteller von neuartigen Zahnspangen hat den oben genannten Zusammenhang ebenfalls erkannt und veranstaltet nun Fußballcamps mit Matthias Sammer. Uns liegt die Zahngesundheit sehr am Herzen, so sehr, dass wir sogar bereit sind, auf den offensichtlichen Witz hier zu verzichten, nämlich, warum man nicht Oliver Kahn für eine Kampagne zu Zähnen genommen hat statt Matthias Sammer, blinzel blinzel. Matthias Sammer passt doch nun wirklich besser für eine Kampagne zur richtigen Dosierung von Ritalin. Leider sucht man bei der Abstimmung wo die zukünftigen Camps stattfinden sollen FohlenKommandO-Hochburgen wie Hückelhoven-Baal, Gustorf-Gindorf oder Schwalmtal-Amern vergeblich. Kennen Sie eigentlich den Hit von Willy Millowitsch - Woher Hat Denn Mein Scheisserchen So Wunderschöne Beisserchen? Noch nicht?

Wollten wir nun noch etwas Grundsätzliches besprechen, böte sich sicherlich die Frage an, wie man einen Artikel wie diesen beendet. Haben Sie eine Idee? Was würden Ihnen gefallen? Vielleicht könnte man mit einem Appell an das Zähneputzen aufhören, etwas in der Art von: Von jetzt an zweimal täglich gründlich schrubben und mittags ein Zahnpflegekaugummi! Oder vielleicht würden Sie einen knackigen Aphorismus bevorzugen: "Am Morgen die Bürste und der Tag ist dein Freund!" Oder vielleicht eine Warnung mit bescheuertem Sprachwitz: "Die Mundfrische hängt an einem zahnseidenen Faden." Suchen Sie sich etwas aus!

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