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Haben die Bayern einen Minderwertigkeitskomplex?

Auffallend für den milde parteiischen Beobachter ist die konstante Sorge der Verantwortlichen des FC Bayern München, auf die herausragende Stellung des Vereins in Deutschland einerseits und die Wettbewerbsfähigkeit in Europa andererseits hinzuweisen. Beides ist in der Häufigkeit kontraproduktiv und zutiefst peinlich für alle Beteiligten. Die Spieler Lahm und Schweinsteiger äußern sich regelmäßig dazu, dass die Bayern immer den besten Kader haben werden. Lahm sieht sich auf Augenhöhe mit dem FC Barcelona. Rummenigge sieht Schweinsteiger in einer Liga mit Xavi et al., und vieles mehr.

Woher kommt das? Die Fixierung auf Barcelona hat vielleicht etwas damit zu tun, dass die Bayern eine tiefe Unfairness empfinden ob der Finanzierungskonstrukte der spanischen Vereine, die mehr Schulden machen als langfristig gesund erscheint. Hier auf der einen Seite der FC Bayern als ehrbarer Kaufmann, der ein üppiges Festgeldkonto aufweist und nie säumig ist, dort die verschwenderischen Katalanen. Ein Grund ist sicher die Umverteilung der Bundesliga, die für geringere Fernseheinnahmen der Bayern gegenüber den spanischen und englischen Vertretern sorgen. Und das ist die Verbindung zum nationalen Komplex der Bayern: die Umverteilung sorgt nicht nur dafür, dass die Bayern in Europa nur die 2. Geige spielen, sondern auch, dass die nationale Konkurrenz ihnen mir nichts, dir nichts auf der Nase herumtanzen kann. Das führte dazu, dass Lahm nach der in Höhe und in der Art des Zustandekommmens heftigen Niederlage in Gladbach zu Rückrundenbeginn trotzig die Gladbacher als nicht so wichtig darstellte.

Wirklich erstaunlich ist aber, dass die Verantwortlichen nicht einfach mal nichts sagen können. Warum muss man ständig sich und der Welt versichern, wie gut man ist? Warum macht man Aussagen wie Schweinsteigers "Wenn wir so spielen wie zeitweise in der Vorrunde, wird es schwer, uns zu stoppen", nur um im Nachhinein zu erkennen, dass eben das der Grund ist, dass jetzt die letzte Mannschaft in der Bundesliga (und Basel?) weiß, wie die Bayern zu stoppen sind. Warum redet man nicht konsequent jeden Gegner stark, wie es Favre zum Beispiel macht?

Es kann sein, dass die berühmte "Abteilung Attacke" der Bayern, also verbale Angriffe auf die Konkurrenz – obgleich grob unsportlich – in bestimmten Fällen den entscheidenden Vorteil geben kann. Nur, wenn man wiederholt den Mund sehr voll nimmt, aber dann nicht liefert, wirkt es irgendwann lächerlich und schwach. Vor allem, wenn man dann den Schuldigen woanders sucht, bei den Platzverhältnissen (Schweinsteiger) oder bei den Schiedsrichtern (Hoeness, Rummenigge).

Niemand in Deutschland spricht den Bayern ihre herausragende Stellung ab und sie sind wohl im Moment die einzige deutsche Mannschaft, die von europäischen Schwergewichten wirklich ernst genommen wird. Woher kommt dann diese tiefe Unsicherheit in die eigene Stärke?

um es kurz zu machen: ja.

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