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Wahlempfehlung zur Mitgliederversammlung - Antrag 1

Am 29. Mai 2011 findet die Mitgliederversammlung von Borussia Mönchengladbach statt. Dort stehen 4 Anträge auf Satzungsänderung zur Abstimmung. Das FohlenKommandO ist sich seiner Verantwortung zur Meinungsbildung beizutragen bewusst und wird daher die Anträge verbunden mit einer Wahlempfehlung darstellen.

Antrag 1 der "Initiative Borussia"

Inhalt: Das Präsidium wird nicht mehr durch den Aufsichtsrat, sondern durch die Mitgliederversammlung gewählt. Ein Mitglied eines Fanclubs soll Mitglied im Aufsichtsrat sein. Die Präsidiumsmitglieder des Vereins dürfen nicht Mitglieder der Geschäftsführung der Fußball-GmbH sein, sondern sind automatisch Mitglieder des Aufsichtsrats dieser GmbH. Es wird kurzfristig eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, in der Ehrenrat, Aufsichtsrat und Präsidium neu gewählt werden.

Auswirkungen: Im Verein werden die Rechte der Mitglieder gestärkt, da sie das Präsidium unmittelbar wählen dürfen. Da aber Verein und GmbH nicht mehr durch dieselben Personen geführt werden dürfen, ist der Einfluss der Mitglieder auf die Zusammensetzung der GmbH-Geschäftsführung ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat hat zukünftig nur noch beratende Funktion ohne jegliche Entscheidungskompetenz. Insofern ist auch das "Mitglied eines Fanclubs", das dem Aufsichtsrat angehören soll (nicht muss), ohne jegliche Entscheidungskompetenz.

Gesamtkonzept: Das Gesamtkonzept beruht ausschließlich auf zwei Personalien: Stefan Effenberg (als potentieller Geschäftsführer der GmbH) und Horst Köppel (als potentieller Vereinspräsident. Beide haben sich in der Vergangenheit Borussia vergeblich ihre Mitarbeit angeboten. Da das aktuelle Präsidium nicht mit ihnen arbeiten wollte, arbeiten sie nun gegen das Präsidium. Inhaltlich soll die Jugend mehr gefördert und gefordert werden. Offen bleibt, wie dies geschehen soll und was an der regelmäßig mit Höchstnoten ausgezeichneten Jugendarbeit der Borussia verbessert werden soll.

Ansonsten sind die Positionen der "Initiative" wechselhaft. Zunächst trat man für den Verkauf von GmbH-Anteilen an Investoren ein. Dies wurde zwischenzeitlich revidiert. Norbert Kox ließ verlauten, keine Funktion übernehmen zu wollen um an anderer Stelle zu erklären, als Aufsichtsrat zur Verfügung zu stehen. Auch in der Vergangenheit waren seine Handlungen und Erklärungen wenig nachvollziehbar. So trat Kox im Herbst 2010 als Präsident des SV Bergisch Gladbach 09 unter anderem wegen gestiegener beruflicher Verpflichtungen zurück. Dabei war Kox erst kurz zuvor als Vorstand des Talanx-Konzerns ausgeschieden und müsste somit über mehr Freizeit verfügen als zuvor.

Fazit: Die Initiative hat kein schlüssiges Konzept vorgelegt. Ihre Hauptforderung, die stärkere Trennung von Verein und Fußball-GmbH existiert nur auf dem Papier. In der Praxis kann der Präsident des Verein als Gesellschafer der GmbH-Geschäftsführung jederzeit Weisungen erteilen und somit auch zukünftig jede Entscheidung an sich ziehen. Die Einbindung eines Fanclubmitglieds in den Aufsichtsrat ist unkonkret, nicht verpflichtend und damit nicht ernstzunehmen. Die handelnden Personen sind jeden Nachweis ihrer Befähigung für die angedachten Aufgaben schuldig geblieben. Auch wenn im Rahmen des Antrags keine unmittelbaren personellen Entscheidungen getroffen werden, ist das Personalkonzept der "Initative" entscheidungsrelevant. Wenn ihr Antrag auf Satzungsänderung die notwendige Zweidrittelmehrheit bekommt, ist davon auszugehen, dass in der dann folgenden außerordentlichen Mitgliederversammlung die von der "Initiative Borussia" vorgeschlagenen Personen ebenfalls gute Chancen haben, Funktionen zu übernehmen.


Wahlempfehlung: Das FohlenKommandO empfiehlt beim Antrag 1 mit NEIN zu stimmen.

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