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Der eigentliche Grund

Am Wochenende geht Borussia mit dem Start der Rückrunde das Unternehmen Klassenerhalt an. Die Voraussetzungen sind nach guten Testspielergebnissen und dem Gewinn des Wintercups gut. Was allerdings noch fehlt, ist eine ordentliche Aufarbeitung der Hinrunde. Diese wurde mit 10 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz beendet. Als Grund für dieses enttäuschende Ergebnis wurden in erster Linie die zahlreichen Verletzten angeführt, die Borussia im Laufe der Hinrunde zu beklagen hatte.

Bei näherem Hinsehen stellt man aber fest, dass diese Verletzten genausowenig als Hauptgrund für die magere Punktausbeute herhalten, wie das Pech, das Borussia im Spiel und den Schiedsrichterentscheidungen hatte. Schaut man sich die Spiele und Ergebnisse nochmals genauer an, fällt auf, dass Borussia in den meisten Spielen über einen gewissen Zeitraum eine ordentliche bis gute Leistung abliefert - und das trotz der zahlreichen Ausfälle. In der Schlussphase eines jeden Spiels bricht das Spiel Borussias aber in trauriger Regelmäßigkeit zusammen. In Zahlen heißt das: Ab der 65. Minute hat Borussia in 17 Spielen 19 Punkte verloren und nur einen Punkt gewonnen. Anders gesagt, wenn die Spiele der Hinrunde nach 65 Minuten abgepfiffen worden wären, hätte Borussia 29 statt 10 Punkte. Mit dieser Punktzahl belegt der FC Bayern derzeit einen Europa League-Platz.

Grund ist, dass Borussia das aggressive Spiel der ersten Stunde in der Schlussphase nicht durchhalten kann. In dieser entscheidenden Spielphase fehlt der Mannschaft offensichtlich das Stehvermögen oder anders gesagt: die Fitness. Dieses Defizit ist sicherlich aufzuholen, allerdings ist bekanntlich die Einsicht der erste Weg zur Besserung. Leider ist von einer solchen Einsicht des Herrn Frontzeck bislang nichts an die Öffentlichkeit geraten. Und die Testpielergebnisse tun ihr Übriges, um diesen Misstand zu kaschieren. Dort spielt jeder Spieler in der Regel nur 45 Minuten.

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