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Neues aus dem Gästeblog (40.KW)

„Die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit...“

Für Pokal-Abende, Meisterschaftsspiele und Bundestagswahlen gibt es leider keine „Day-after“ – Pille. Der Morgen danach schmerzt. Ein Blick in die Zeitung, den Videotext, das Internet und es folgt die bittere Erkenntnis: es stimmt alles. Das Ergebnis steht in Stein gemeißelt unumstößlich fest. Es ist nicht rückgängig zu machen. Zuvor sind einem selbst oder den anderen ein oder mehrere folgenschwere Fehler unterlaufen, möglicherweise waren Alkohol, Drogen oder körpereigene Substanzen Auslöser einer unfaßbaren Tat, deren Auswirkung einem nun ganz allmählich bewußt wird. Da hilft auch kein Arztbesuch mehr, es sei denn, man möchte sich nun endlich doch mal dauerhaft in stationäre Behandlung begeben. Es wäre womöglich langsam an der Zeit. Das Pokal-Aus gegen Duisburg war mal wieder so was von vermeidbar und eigentlich möchte ich das Thema auch gar nicht mehr anpacken. Hören Sie, meine sehr verehrten Leserinnen und Leser, mir bloß auf mit dem Gefasel von den eigenen Gesetzen des Pokals. Wenn überhaupt etwas Gesetz ist, dann daß gerade ein Verein wie die Borussia nicht über 90 Minuten in der Lage zu sein scheint, einen einigermaßen ebenbürtigen Gegner wenigstens einmal über 90 Minuten + x an die Wand zu spielen. So wie andere Mannschaften das immerhin von Zeit zu Zeit, sei es Zufall oder Können, auch schon mal hinbekommen, weil sie einfach einen perfekten Tag erwischen. Irgendwo hakt es immer, entweder kollektiv oder individuell. Aber sie können ihren Wecker danach stellen, denn irgendein Idiot pennt immer schön tief und fest den Schlaf des Selbstgerechten. Lex Borussia. Anschließend darf festgestellt werden, daß man in dem einen oder anderen Bereich noch zulegen könne. Vielleicht müsse man auch, um es mit einem Unwort eines niedersächsischen Ex-Kanzlers zu sagen, noch „nachbessern“. Nachbessern! Etwas total Vermurkstes nachbessern, da muß man ersteinmal darauf kommen! Den Satz werde ich demnächst wahrscheinlich an anderer Stelle auch wieder dutzendfach zu hören bekommen. Aber was rege ich mich auf. Hoffenheim und Freiburg bestätigen ja nur, was sich Dienstagabend im Borussia-Park abgespielt hat. Und auch der deutsche Wähler und seine Frau wollen es ja anscheinend nicht anders, sondern sich lieber weiter, aber immerhin schön verläßlich, verarschen lassen. Die neue Koalition möchte nun z.B. mit einem schon feststehenden defizitären Haushalt gleichzeitig Steuern erhöhen und senken. Klingt vernünftig, die wähle ich. Richtungsweisende Wahlen, richtungsweisende Spiele, wir wissen stets alle, welch Lamento dieser Litanei folgt: Aber gut daß wir verglichen haben.

Gastkolumnist Dr. Theo Soph pfeift Montags beim FohlenKommandO die neue Woche an

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