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Die FohlenkommandO TV-Kritik

Schwalben sind einerseits recht possierliche Tierchen, im Fußball andererseits aber einfach nur ärgerlich. Wenn sie dann hin und wieder auch noch den Schiedsrichter täuschen und ein Spiel mit entscheiden, sind sie doppelt ärgerlich und den Beteiligten der benachteiligten Mannschaft kann dann schon mal die Galle hochkommen oder vor Wut oder Enttäuschung auch die Tränen in die Augen jagen. So geschehen gestern Abend in der AOL-Arena beim Champions-League-Spiel des HSV gegen den FC Arsenal London.

Die Vorraussetzungen für ein spannendes und interssantes Fußballspiel wurden nach zehn Minuten über den Haufen geworfen, als sich Arsenals Holländer Robin van Persie den Ball zu weit an HSV-Keeper Kirchstein vorbei legte, keine Chance mehr auf ein erfolgreiches Verwerten einer kurz zuvor noch vielversprechenden Torchance sah und sich deshalb einfach mal ziemlich plump fallen ließ.

Fassungslosigkeit machte sich angesichts des folgenden Elfmeterpfiffs und der roten Karte nicht nur bei Sascha Kirchstein, seinen Mannschaftskameraden und den Fans im Stadion breit, sondern auch in der trauten Runde, in der der Autor dieser Zeilen das Spiel verfolgte.
Dass diese Ungerechtigkeit und Unsportlichkeit van Persies von Premiere-Kommentator Fritz von Thurn und Taxis nicht als solche eingeordnet, sondern tatsächlich als Foul Kirchstein bewertet wurde, sorgte da nur noch für Erheiterung: "Ja gut, da hat der Fritz wohl seine Brille zu Hause gelassen." Angesichts der ziemlich eindeutigen Bilder auf dem Bildschirm lag der Verdacht nahe.

Fassungslosigkeit kam dann aber während der Halbzeitpause noch einmal auf, als auch der Kaiser und Premiere-Moderator Patrick Wasserziehr besagte Situation genauso wie der Kommentator beurteilten. Hatten wir denn alle einen Gerstensaft zu viel zu uns genommen? Unterlagen wir einer optischen Täuschung? Tomaten auf den Augen? Zwischendurch wurde es ziemlich arg, zweifelten wir doch an unserem Fußball-Verstand. Die nagenden Selbstzweifel verschwanden dann nach dem Spiel aber ziemlich schnell, als ausgerechnet der Torhüter der begünstigten Mannschaft recht eindeutig Stellung bezog: zu unseren Gunsten. Danke, Jens! Dass er seinem Mitspieler keine Schwalbe unterstellte, liegt in der Natur der Sache. Dies konnten wir noch verschmerzen. Heute pflichteten uns dann auch noch die Fußball-Boulevard-Postillen BILD und Kicker bei. Na, da haben wir ja noch einmal Glück gehabt.

Allerdings bleibt die Frage: wie können drei Menschen, die solche Situationen hauptberuflich analysieren und bewerten, allesamt so dermaßen daneben liegen und auch bei ihrer Meinung bleiben, wenn diese immer wieder von den selbst ausgetrahlten Bildern wiederlegt werden?