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Stilblüten eines Reporters

Nach einiger Zeit habe ich gestern Abend mal wieder ein Fußball-Live-Spiel im Free-TV verfolgt. Das UEFA-Pokal-Finale, das der FC Sevilla verdient mit 4:0 gegen den FC Middlesbrough gewann, wurde im ZDF übertragen und von Béla Réthy kommentiert. Meine Entscheidung, mir die Spiele der anstehenden Fußball-WM auf Premiere anzuschauen, war dann auch bald getroffen.
Warum lässt man Réthy eigentlich Fußballspiele kommentieren? Ist es sein ausgefallener und ungewöhnlicher Name? Reicht eine halbwegs markante Stimme aus? Man weiss es nicht. Eins ist sicher: Fußballsachverstand und Souveränität können nicht die Eigenschaften gewesen sein, die die verwantwortlichen Herren des Mainzer Senders dazu vor Jahren bewogen haben, ihn in entsprechende Position zu hieven. Klar, Fehleinschätzungen heikler Situationen können auch Kommentatoren unterlaufen, so wie auch dem TV-Zuschauer, der oftmals erst nach mehrmaliger Zeitlupenstudie zu einem abschließenden Urteil kommt. Unerträglich ist es bei Kommentatoren allerdings, wenn sie sich aus Selbstgefälligekit schnell auf ein Situationsanalyse festlegen und stur wie ein kleines Kind dabei bleiben, auch wenn die x-te Wiederholung längst anderes verrät. Auch gestern war dies mehrfach zu erleben. Man muss Béla Réthy zugestehen, dass er nicht der einzige seiner Zunft ist, dem Selbstkorrektur offenbar einen Zacken aus der selbst aufgesetzten Krone brechen liesse.
Eine Formulierung bzw. Analyse hatte er allerdings exlusiv. Es war noch vor Spielbeginn, als ich meinen Ohren nicht traute. Der ZDF-Kommentator fabulierte über beide Teams, während Bilder wom Warmlaufen eingeblendet wurden. Irgendwann hieß es dann: "Beim FC Sevilla gehen sie in der Abwehr ordentlich zur Sache. Das ähnelt einer Mischung aus Stierkampf und Torero."
Stark, Herr Réthy! Ich empfehle ein wenig Nachhilfe durch Hemingway-Lektüre.

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