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Das Exempel des AS Rom

Rechtsradikalismus ist ein leidiges Thema. Auch und mit besonderer Bedeutung in Deutschland, jedoch durchaus auch in anderen Ländern. Etwaige Verfehlungen jenseits der Staatsgrenzen werden ob ausgprägter Sensibilisierung hierzulande recht schnell wahrgenommen und empört kommentiert und das ist auch gut so.

In Italien hat die Gesellschaft ein ernsthaftes Problem. Genauer gesagt die römische Gesellschaft, denn in der ewigen Stadt fokussiert sich die faschistische Szene des Landes. Und um dies ganz deutlich festzuhalten: Es ist kein Problem des italienischen Fußballs, der Vereine des Seria A oder speziell von Lazio Rom, sondern vielmehr ein Problem, das massiv die Stadt Rom auftritt. Die Fans von Lazio und dem Totti-Klub AS nehmen sich da auf den Fußball bezogen nicht viel. Wer einmal mit offenen Augen auch einmal die Randbezirke Roms besucht, wird schnell angewidert erkennen, das die Thematik nicht nur die römischen Fußball-Fankurven betrifft sondern latent in der gesamten Gesellschaft der Stadt am Tiber schwelt. Dies muss an dieser Stelle gesagt werden, bevor der Verein Lazio bei der nächsten Entgleisung Paolo di Canios oder der AS Rom nach Kenntnisnahme der nachfolgend bewerteten Nachricht mit pauschaler Polemik überzogen wird.

Heute habe ich mit Verwunderung eine Nachricht des Online-Anbieters sport1.de gelesen, die mit der Überschrift "AS Rom statuiert TV-Exempel" versehen war.
Nun gehört sport1.de wirklich nicht zu den journalistischen Produkten, die sich durch kritische, distanzierten und faktengestütze Berichterstattung auszeichnen, sondern eher durch beobachtende Reflektion (anderer) journalistischer Quellen. Dennoch sei an dieser Stelle an die Redaktion von sport1.de die Frage gestellt: Welches Exempel statuiert denn der AS Rom? Das es die eigene faschistische Kurve schützt und deckt oder den Verein versucht in ein besseres Licht zu stellen? Wohl eher, als mit der Ursache des Probems aufzuräumen. Nein, liebe sport1.de-Redaktion, ein Exempel wäre es gewesen, Tifosi mit rechtsradikalen Fahnen und Bannern Stadionverbot zu erteilen und Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Doch offensichtlich ist dies in Rom nicht mehrheitsfähig.

Macht nix, sport1.de, den kritischen Umgang mit PR-Texten lernt Ihr sicher auch noch...

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